Wir und Safer Spaces

Unsere Filme

Wir haben nur eine Faustregel:

Wir machen keine Filme, die eine hasserfüllte – etwa sexistische, rassistische, queerfeindliche oder transphobe – Botschaft haben.

Wir freuen uns auf Filme mit vielfältigen Themen – aber bitte nehmt euch eine Minute Zeit und überlegt euch bereits vor dem Dreh, wenn ihr eine Geschichte über z.B. marginalisierte Menschen erzählen wollt, ob ihr dabei Gefahr lauft, schädliche Stereotypen zu verstärken, oder über etwas zu sprechen, von dem ihr nicht betroffen seid und keine Ahnung habt.

Die Organisator*innen haben weder die Zeit noch die Mittel, die Filme zu sichten, bevor sie vorgeführt werden, also müssen alle diese Verantwortung sehr ernst nehmen. Wenn ihr unsicher seid, ob ihr schädliche Stereotypen verstärken könntet, sprecht bitte vorher mit anderen Leuten darüber.

Unsere Richtlinien

Wir versuchen uns unserer Privilegien bewusst zu sein und geben allen Raum.

Ein Geheimnis von Kino Kabarets ist es, einen nicht-hierarchischen Raum zu schaffen, in dem sich alle entfalten können. Es gibt viele Arten von Privilegien, z.B. Unterschiede in Geschlecht, Herkunft, Ethnie, Behinderung, psychischem Gesundheitszustand, Klasse, Bildung und Sprache.

Bei Kino Kabarets spielen auch technische Fähigkeiten, Erfahrungen und soziale Verbindungen eine große Rolle. Wenn du dich in einer privilegierten Position befindest, sei rücksichtsvoll, teile was du kannst, und unterstütze andere so gut du kannst!

Stelle keine Vermutungen über Menschen an – lass jede*n sich selbst definieren.

Mache keine Annahmen oder Kommentare über Geschlecht, Sexualität, Kultur, Herkunft, Alter, Behinderung, Status, Körperbau usw. Die Leute werden dir die Attribute geben, die du von ihnen haben sollst; halte dich daran. Jede*r hat ein Recht darauf, nach selbst gewählten Maßstäben gegendert – oder nicht gegendert – zu werden und mit den Pronomen angesprochen zu werden, mit denen sie angesprochen werden wollen.

Das Kino ist eine geschäftige Umgebung mit vielen Menschen, und es kann sein, dass Fehler gemacht werden. Wenn du einen Fehler machst, nimm das zur Kenntnis und pass beim nächsten Mal besser auf. Wenn wer anders einen Fehler macht, hoffen wir, dass ihr geduldig genug seid, der Person zu sagen, was sie falsch gemacht hat.

Weist Leuten keine Rollen zu, um die sie nicht gebeten haben, und geht nicht davon aus, dass Leute eine bestimmte Fähigkeit haben, wenn sie nicht behauptet haben, dass sie diese haben. Kommunikation ist hier sehr wichtig – wie bei allem anderen auch!

Respektiert die Grenzen von allen – sowohl physisch als auch emotional.

Der einzige Weg, um zu wissen, wo die Grenzen von anderen Leuten liegen, ist zu fragen! Wenn ihr ein Projekt leitet, stellt sicher, dass alle, die an eurem Projekt teilnehmen, wissen, worauf sie sich einlassen und verhandelt dann jedes Mal, wenn etwas Neues oder Anderes hinzukommt, über die Zustimmung dafür. Halte alle auf dem Laufenden und sorge dafür, dass sie sich wohl fühlen mit dem, was passiert und von ihnen erwartet wird.

Falls du in ein Projekt einsteigst: Wenn du dir nicht sicher bist, was es beinhaltet, frage nach. Wenn du dich unwohl fühlst oder unsicher bist bei etwas, das von dir erwartet wird, dann sag es. Und wenn du dich dann immer noch mit Anforderungen konfrontiert siehst, die dir ein schlechtes Gefühl geben und Kommunikation nicht hilft, kannst du jederzeit nein sagen und das Projekt beenden.

Wenn du Hilfe brauchst, wenn du Fragen hast, oder Unterstützung in einer problematischen Situation brauchst, zögere nicht, die Organisator*innen zu fragen.

Wenn es eine problematische Situation gibt, ist es gut, das auszusprechen. Du kannst auch eine*n der Organisator*innen bitten, es mit dir zu besprechen und bei Bedarf beim Dialog zu helfen. Je früher du die Organisator*innen kontaktierst, desto schneller können sie dir Unterstützung und Hilfe bei der Lösung der Situation geben. Wenn sich etwas unangenehm anfühlt, du aber nicht genau weißt, woran es liegt, kann es eine gute Idee sein, sich hinzusetzen und mit anderen Leuten darüber zu reden. Oft fühlen sich die Dinge danach klarer an.

Wenn dir jemand etwas vorwirft, empfehlen wir dir, erst einmal tief durchzuatmen und vielleicht eine Pause zu machen. Lehne es nicht sofort ab, wenn jemand eine Anschuldigung gegen dich erhebt, sondern warte ab, bis deine Emotionen nicht mehr so stark sind und sobald du wieder klarer siehst, denke über die Situation und deine Rolle darin nach. Erinnere dich daran, dass die Organisator*innen auch für dich da sind und das ein Fehler nicht bedeutet, dass du ausgeschlossen wirst oder das Kino verlassen musst. Lass uns das gemeinsam durchgehen und dann weitermachen.

Nur wenn eine Person wiederholt und absichtlich diese Regeln bricht und problematische Situationen trotz gemeinsamer Lösungsversuche weiterhin auftreten, muss diese Person das Kino verlassen.

Denke daran, dass wir füreinander da sind.